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Hallo Freunde
Besucher
seit dem 27.02.09:

1.12.2009
Von
einem „Neuen“ Nachbarn habe ich das nachstehende
„Dankschreiben“ erhalten:
Leider
kann mir nichts
mer
leisten binn sozial Hilfeenfenger
und
sogar daß amsi mir im moment
gestrichen.
Aber möchte mir trozdem
bedanken.
Keine nachber wollte mir
helfen.
Wann in die welt mer
leute
wie sie gebe, die welt
were
sicher besser.
Danke
Das
Original als PDF. Aus der Art dieses
Briefes ist unschwer erkennbar, wie schwer es für den Nachbarn
sein musste zu Papier und Kugelschreiber zu greifen.
Dem
Schreiben beigefügt waren auch noch 4
„Weihnachts-Schokoherzchen“.
Die
„Hilfe“ waren lediglich ein paar Teleonanrufe die jeder
hätte machen können!
25.9.2009
Die
Obdachlosigkeit von J. ist fürs erste vorbei. Er hat ein Zimmer
privat, befristet, mieten können. Der Rest ist noch offen.
15.8.2009
Nach
der Vermögenserklärung für den Verein beim
Obergerichtsvollzieher bis Heute nichts mehr von der Stadt München
gehört. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Die Unsicherheit
über das weitere bestehen des Vereins bleib vorerst.
Auf
einen besonderen Fall möchte ich jetzt hinweisen und bitte alle
um's weitersagen und wenn möglich um Hinweise jeglicher Art wie
geholfen werden kann (Gästebuch, oder email →
gnadenacker@web.de oder über
Twitter @gnadenacker) .
Beschreibung:
J.
kam nach 2 Jahren im Ausland mittellos nach Deutschland zurück.
Wegen einer relativ geringen unbezahlten Geldstrafe (Verurteilung in
Abwesenheit – da im Ausland nicht über Verhandlung
informiert) wurde ihm nach der Einreise der Reisepass abgenommen und
er wurde eingesperrt. Nach den 4 Wochen wurde er entlassen. Ohne
Unterkunft, ohne Reisepass, ohne Betreuung.
In München
fand er Arbeit bei einer Zeitarbeitsfirma an verschiedenen
Einsatzorten.Für die Zeit von November bis Juni hatte er ein
„Kinderzimmer“ als vorübergehende Unterkunft
gefunden. Seitdem das nicht mehr möglich ist, lebt er als
Obdachloser in München.
J. möchte seine Verlobte aus
dem Ausland nach Deutschland holen und hier heiraten. Für deren
Einreisevisum muss er aber u. a. auch eine geeignete Wohnung, also
groß genug für 2 Personen, nachweisen können. Hilfe
beim Wohnungsamt (Kautions- und Provisionszusage) bekommt er für
eine solche Wohnung nicht, da er ja noch alleine ist. Wenn er beim
Wohnungsamt für 1 Person beantragt bekommt er das vielleicht,
für die zur Heirat nötige 2-Zimmer Wohnung entsteht dann
aber eine längere Wartezeit bis ein erneuter Antrag abgegeben
werden kann!
Bleibt ihm also nur der „freie“
Wohnungsmarkt. Da durch die Arbeit bei der Zeitarbeitsfirma keine
größeren Rücklagen angesammelt werden können und
als Obdachloser auch größere Kosten für den täglichen
Unterhalt anfallen, fehlt das Geld um 3 Monatsmieten Kaution 2
Monatsmieten für Makler, die erste Miete sowie Reservemiete für
den Fall einer eventuellen zeitweisen Nicht- bzw.
Geringbeschäftigung, ansparen zu können.
Um so
größer war die Freude, als im Angebot der städtischen
GEWOFAG eine passende Wohnung ( 2 Zi. ca. 50 ² ) gefunden wurde,
ein Besichtigungstermin möglich war und seine Zeitarbeitsfirma
die Kautionskosten übernehmen wollte. Dazu würden auch die
üblichen 2 Monatsmieten für die Maklerprovision entfallen.
Entsprechend dann aber die Enttäuschung als die GEWOFAG (Ein
Unternehmen der Landeshauptstadt München; Vorsitzender des
Aufsichtsrats: Oberbürgermeister Christian Ude - SPD) erklärte,
das diese Wohnung „leider“ eben nur für 2 Personen
abgegeben werden kann. Der Bürokratie-Teufelskreis ist damit
wieder vollständig.
Wer eine Idee hat, wie dieser Kreis
schnell durchbrochen werden kann, bitte melden.
Juli 2009
28.7.2009: Keine Verhaftung
und Einlieferung in die JVA!
Zu
der Ladung des Obergerichtsvollziehers habe ich dieses
Schreiben vom 28.7.2009 abgegeben. Auf die fehlenden Anlagen
(Merkblatt ect.) zu seiner Ladung ist er nicht weiter eingegangen.
. Nachdem
geklärt war, dass ich nur Auskunft über das „Vermögen“
des Vereins abzugeben verpflichtet bin und nicht für mich
privat, hat er eine „Eidesstattliche
Versicherung“ auf einem neuen Formular nach meinen Angaben
geschrieben. Als dann auch noch die Bezeichnung „Schuldner(in)“
von ihm durchgestrichen wurde, konnte ich die Unterschrift leisten.
Danach musste ich auch noch die Eidesformel in Anwesenheit einer
zweiten Amtsperson nachsprechen. Ausnahmsweise habe ich sogar eine
Kopie von dem was ich unterschreiben musste, bekommen.
Damit
war es erledigt und ich bin der sofortigen Verhaftung entgangen.
Ob
die Landeshauptstadt München mit dieser Eidesstattlichen
Versicherung nun zufrieden ist und die ganze Angelegenheit vorbei
ist, konnte er nicht sagen.
Wir
müssen also weiter abwarten, was die Landeshauptstadt München
noch veranstaltet.
21.7.2009: Hurra, Hurra, der
Gerichtsvollzieher war da!
Anstatt
auf unsere Gesprächsbereitschaft einzugehen schickt die Stadt
München nun „Ober“Gerichtsvollzieher durch die
Gegend und verursacht damit weitere zusätzliche Kosten. Ich,
Xaver Endter, 3. Vorstand des (Noch) Vereins „Die Ameise e.V.“
soll für den ganzen Verein eine eidesstattliche Erklärung
über das Vereinsvermögen abgeben bzw. 23.182,40 € oder
vorerst ein bisschen was davon zahlen.
Die
Ladung des Obergerichtsvollziehers vom 20.7.2009. Den dezenten
Hinweis auf einen möglichen Haftbefehl, beantragt von der Stadt
München bitte nicht überlesen. Das ganze innerhalb einer
Woche! Welch Glück, dass ich gerade nicht auf einer Urlaubsreise
bin.
Dazu soll ich ein Vermoegensverzeichnis
für den Verein ausfüllen! Familienstand des Vereins? Kann
auch zu anderen Fragen nur „Vermutungen über den aktuellen
Stand“ angeben. Das „Merkblatt“ ist nicht dabei.
Wie soll ich es dann vor dem Ausfüllen lesen? Dazu soll ich auch
noch unterschreiben, dass ich dieses Merkblatt erhalten und beim
Ausfüllen des Verzeichnisses beachtet habe. Wird echt schwierig
werden. Na ja, vielleicht kommts nachträglich. Muss ich unter
„wertvolle Haustiere“ meinen MiezeKater Felix angeben?
Kriegt der dann einen „Kuckuck“? Dann kann ich aber für
nix garantieren! Fragen über Fragen.
Beigefügt
war ein Schreiben
der Stadtkämmerei vom 13.7.2009 an das Amtsgericht München,
Gerichtsvollzieher-Verteilerstelle. Da behauptet die Stadt München,
dass ich als Vereinsvorstand den Verein vertreten würde. Nach
meiner Erinnerung sind aber andere Personen Geschäftsführer
und nur zu zwei Vorstände zusammen vertretungsberechtigt. Von
der genannten „Rückstandsaufstellung“ habe
jedenfalls ich bis Heute noch nichts gesehen. Es ist immer noch
völlig unklar, wie diese Summe zustande kommt. Wie hoch die
Kosten der Zwangsräumung, die Erlöse bei der Versteigerung
der Bauwagen und der von der Stadt München aus den Bauwagen
entfernten Einrichtungen, Gerätschaften, persönlichen
Besitztümern der jeweiligen Gnadenackerbewohner, ect.
tatsächlich (nachweisbar durch Einzelaufstellungen) waren.
Nett
ist auch, dass die Stadt München Haftbefehl
beantragt
und um sofortigen Vollzug bittet. Dabei auch eine zwangsweise Öffnung
der Wohnung möchte und diese Mehr-Kosten übernimmt. Auch
zur Nachtzeit oder am Wochenende. Auch dafür übernimmt die
Stadt München die Kosten.
Die
in dem Schreiben der Stadt München angeführten Anlage habe
ich „natürlich“ auch nicht erhalten.
Es ist
immer wieder Wahnsinn, was sich Bürokraten so ausdenken können.
Seit dem Jahr 2004 weis die Stadt München, das der Verein keinen
Cent hat, dann warten die 4 Jahre und kommen dann mit so einem
ABSOLUT-BLÖDSINN daher, beschäftigen Leute bis zum geht
nicht mehr und wissen das nichts, aber auch gar nichts, dabei raus
kommt. Diese Bürokraten wie z. B. die Stadträtin Dr. Merk
sollten wirklich mal von der Revisionsstelle der Stadt München
zur Rechenschaft und zur Übernahme der Kosten herangezogen
werden.
Mai 2009
Die Stadt München hat jetzt
an die Zahlung der Kosten für die Zwangsräumung vom April
2005 erinnert. Bis zum 10.5.2009 soll der Verein "Die Ameise
e.V." über 23.000 € zahlen, nachdem die Stadt u. a.
wegen der BUGA die "Obdachlosen erst so richtig obdachlos
gemacht hatte und praktisch das ganze Vermögen des Vereins
beschlagnahmt hat.
Schreiben
der Stadt München - Stadtkämmerei vom 17.4.2009
Bericht
im Münchner Merkur vom 5.5.2009
Münchner
Merkur vom 9./10. 5.2009 (MINUS der Woche)
Antwort
an Stadtkämmerei vom 15.5.2009
Februar 2009:
Hallo
Freunde, Freundinnen (und sonstige
Besucher)
endlich ist es soweit. Diese Homepage ist wieder
online.Einen ganz besonderen Dank an Sebastian Unterreitmeier, der
das ermöglichte!
Seit der Zwangsräumung im Jahr 2005
hat sich viel getan. Einiges möchte ich mit diesem Beitrag
bekannt machen / in Erinnerung bringen.
Vorweg: Es gab keinen
neuen Platz für die Bauwagen. Die ganzen Zusagen in den Monaten
vor der Zwangsräumung haben sich in Luft aufgelöst, waren
also nur Lockmittel und dann kam das "ÄTSCH" und
danach gar nichts mehr.
Die Bauwagen samt den
persönlichen Sachen die manche Bewohner nicht abholen konnten
wurden von der Stadt München versteigert bzw. vernichtet.
Die
ehemaligen Gnadenackerbewohner haben unterschiedliches erlebt. Durch
die Zwangsversorgung und Aufteilung gab es den vorherigen
Zusammenhalt nicht mehr und mir ist eine vollständige
Darstellung nicht möglich. Einige gingen trotz aller Vorbehalte
(s. offene
Fragen an die Stadt München - die übrigens nie
beantwortet wurden -) direkt in das städtische Notquartier in
der Leibengerstraße. Andere wurden später abgewiesen, weil
die Ausnahmeregelungen nicht mehr zugestanden wurden! Wegen der
Unterbringung in verschiedenen Häusern, z. Teil auch
2-Bettzimmern, ohne echte Einflussnahme wer in dem Bett nebenan
untergebracht wird, war wie schon befürchtet die Vereinsarbeit
nicht mehr möglich.
Wie es mir (Xaver) ergangen ist:
Ich bin ca. 2 Monate nach der
Zwangsräumung - nachdem Peter Kranawetvogl / Jesus wegen des
Todes seines Vaters München verlassen hatte und nach Markt
Schellenberg ging - nur noch alleine gewesen und deshalb als letzter
in das Notquartier gegangen. Die Zusagen wg. Einzelzimmer und
Tierhaltung wurden, soweit es der "Lagerleitung" möglich
war eingehalten. Allerdings gab es wg. der Ausnahmen für die
"Gnadenacker-Tiere" schon Ärger mit den anderen
Bewohnern, die nach Verlust ihrer Wohnung ihre Haustiere nicht
mitbringen durften! Nach etwa 8 Monaten musste ich für fast
3 Monate ins Krankenhaus. Die ganzen Vorfälle gingen eben nicht
spurlos an mir vorbei. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus konnte
ich wieder in "mein Zimmer" zurück, was nach so langer
Zeit keineswegs üblich ist in so einem Notquartier. So lebte
ich mit Hund und Katz' in der Leibengerstraße. Der Kater Felix
machte sich als Mäusefänger auf der ganzen Anlage nützlich
und beliebt und brachte seine Jagderfolge auch mal nach Hause.

Dann kam ein Infoblatt in dem
mitgeteilt wurde, dass das Notquartier im Februar 2008 aufgelöst
wird und die Bewohner sich selbst so schnell wie möglich eine
andere Unterkunft besorgen sollen. Mit der Kombination von
höchstmöglicher Miete und dazu Hund und Katz' hab ich
natürlich nichts gefunden. Da in einem anderen Notquartier keine
Chance für ein Fortbestehen der Ausnahme für Haustiere
bestand, war wieder mal Stress über Monate angesagt. Nach
langem hin und her bekam ich dann eine Wohnung der städtischen
GEWOFAG in Berg am Laim. Für den Kater Felix war es dort
allerdings mit "Freigang" vorbei. Er hat sich aber
inzwischen als "Stubentiger" eingewöhnt. Im
September 2008 musste ich die Schäferhündin Quanda, die auf
vielen Bildern vom Gnadenacker zu sehen ist, wg. Erkrankung (Tumor)
einschläfern lassen. Sie wurde fast 13 Jahre alt, wovon sie die
letzten Jahre bei mir verbringen konnte bzw. musste.
Andere Bewohner der
Leibengerstraße wurden wie es so üblich ist, in Pensionen
oder anderen Notquartieren untergebracht. Als ich nach deren Verbleib
nachfragte, wurde ich mit der Begründung "Datenschutz"
abgewimmelt.
Akademie
Einen Bauwagen haben wir im Juli
2005 durch "Lösegeldzahlung" an die Stadt München
freigekauft. Diesen Wagen haben wir einige Tage der Kunst-Studentin
Veronika Schulte-Bockholt. als Räumlichkeit bei der
Jahresausstellung bei der Akademie der bildenden Künste zur
Verfügung gestellt. Dort hat sie zu einem ihr Video
"Neongewächse" gezeigt -eine kritische Betrachtung des
Behördenverhaltens im Zusammenhang mit der Zwangsräumung-
und dazu die Aussagen von Passanten (aufgehängt auf einer
x-Meter langen Leine) welche sie am Eingang des Gnadenackers und im
Einkaufszentrum "Riem Arkaden" gesammelt hat. Ich hoffe,
dass ich den Zugang zu dem Video in Kürze ermöglichen kann.
Bei dieser Veranstaltung konnten
wir Besuchern des Jahresabschluss der Akademie der Bildenden Künste
den Verein, den Gnadenacker und das Verhalten der Stadt München
im Zusammenhang mit der Zwangsräumung näher bringen (Ordner
und CD mit Bildern, Texten und Presseberichten).
Freikauf des Bauwagens
Transport zur Akademie
durch Hermann P. der danach
Probleme mit der Polizei bekam
Lernzeit
Treffen bei der Jahresausstellung
Der Bauwagen wird seitdem von
einem ehemaligen Gnadenackerbewohner genutzt. Über den Standort
möchte ich hier auf Grund der gemachten Erfahrungen, samt
Überwachung der Homepage durch die Stadt München, nichts
schreiben.
Film
Ein professioneller Film über
die Zwangsräumung mit dem Titel "Ramma-Damma - Die Stadt
hat uns obdachlos gemacht" wurde von Veronika Dimke und Dominik
Lindner gemacht. Näheres z. B. ein Filmtrailer, unter
www.ramma-damma.de . Dort
kann auch eine DVD von dem Film für 15 Euro gekauft werden. Es
lohnt sich!!!
startsocial
Im Mai 2005 haben wir uns bei
"startsocial e.v." zur Unterstützung in unserer
prekären Situation beworben. startsocial bewertet
Hilfsprojekte und bietet einer begrenzten Zahl von Bewerbern Hilfe in
Form direkter Beratung usw.. Einzelheiten bitte in deren Homepage
www.startsocial.de
nachlesen. Direkte Hilfe haben wir damit leider nicht erreicht.
Das Feedback enthielt aber z. Teil erfreulichen
Beurteilungen und Aussagen deshalb bitte - im Abschnitt
"Fazit+Anregungen" nachlesen. Feedback
lesen.
Platz der Menschenrechte
2 Monate nach der Zwangsräumung
wurde in München - Riem, direkt angrenzend an das BUGA-Gelände
der "Platz der Menschenrechte" von dem Münchner
Oberbürgermeister Christian Ude mit einer großen
Festveranstaltung eröffnet.
Für uns eine gute
Gelegenheit den OB Ude wg. der Zwangsräumung und der ungelösten
Frage des "Ersatzgrundstückes" anzusprechen. Bei
einem nur wenige Minuten dauernde Gespräch zwischen dem
Vereinsvorstand Peter Kranawetvogl (Jesus) und dem Oberbürgermeister
kam vom OB leider nur unverbindliches bla bla. Auch auf die bewusst
unvollständige Information der Stadträte bei der Sitzung
vom März, bei der praktisch alle Parteien für die
Zwangsräumung gestimmt haben, wollte (oder konnte) der OB nicht
eingehen. Auch als der OB in der Rede von Herrn Sommer von Amnesty
International auf die Diskrepanz von der Zwangsräumung des
Gnadenackers und den Aussagen des OB zur Eröffnung vom Platz der
Menschenrechte, direkt angesprochen wurde gab es keine Antwort. Ich
habe danach einen offenen Brief an den OB verfasst (hier
lesen) und an einige Zeitungen und an den OB verteilt (s.
hier von der Münchner
Wochenzeitung Hallo) ) . Auch darauf gab der Münchner
Oberbürgermeister Ude keine
Antwort.
Ende?
Ebenfalls auf dem Platz der
Menschenrechte fand die wohl letzte Versammlung der Vereinsmitglieder
und vielen Helfern und Unterstützern statt. Ein
Protokoll(-"versuch") darüber ist hier
zu lesen . Letztlich haben auch die BILD-Berichte über
"Millionenerbe" und "Stiefmutter" ( einer der
wenigen vernünftigen Berichte hierzu war im Berchtesgadener
Anzeiger (hier
zu lesen) dazu geführt, dass Mitgliedschaften nicht erneuert
wurden und bisherige Unterstützer nicht Vereinsmitglieder werden
wollten. Auch die Forderungen der Stadt München über die
Kosten der Zwangsräumung zuzüglich der Aufbewahrungskosten
für die Bauwagen haben sicher dazu beigetragen.
So ist der ehemalig
gemeinnützige Verein, früher gelobt und ausgezeichnet, an
dem Triumpf der Baurechte - und deren Auslegung - über die
Menschenrechte zu Grunde gegangen.
Das soll aber uns nicht davon
abhalten, im Sinne der "Ameisen" tätig zu werden. Ich
werde mein möglichstes dazu tun.
Xaver Endter
Den
Gnadenacker gibt es nicht mehr. Wir wurden zwangsgeräumt und
sind wieder unter der Brücke.
Update
22. Juni 2005: Entgegen
anders lautender Berichte gibt es bisher keine neue Möglichkeit
unsere Bauwagen aufzustellen. Xaver schildert die Lage wie folgt:
"Von 28 Personen im Oktober 2004, waren am Tag der Zwangsräumung
noch 12 auf dem Gnadenacker. Die anderen haben vorzeitig bereits eine
andere Unterkunftsmöglichkeit gefunden. Auch in anderen
Bauwagenplätzen oder „vorübergehend“ in
Wohnungen bei Freunden. 5 sind dann in die Obdachlosenunterkunft
gegangen; 2 sind in Bettplätzen von Bauwagen, die von
„Baufirmen“ einzeln praktisch vermietet werden. Die
restlichen 5 sind seit der Zwangsräumung auf der Straße,
„unter der Brücke“, aber nicht mehr zusammen. Die
Bauwagen mit den Einrichtungsgegenständen sind in der
Schwablhofstr. weggesperrt, versiegelt, können vom Verein nicht
betreten werden. Die Wagen verrotten, da zum Teil durch die Öffnungen
der Ofenrohre Wasser eindringen kann. Alle anderen Sachen sind in
Kartons verpackt bei der Stadt eingelagert. Wer will darf seine
Kartons dort nach Voranmeldung und Terminabsprache mit der
Lokalbaukommission abholen. Allerdings muss er einen ganzen Karton
nehmen und kann nicht nachsehen was drin ist. Natürlich hat
keiner ein geeignetes Fahrzeug / Transporter, oder das Geld um einen
zu mieten. In der Obdachlosenunterkunft gibt es auch viel zu wenig
Platz in den Zimmern. Wer auf der Straße ist, hat ebenfalls
keine Möglichkeit die Sachen irgendwo unterzustellen."
Für
alle Interessierten haben wir alle Dokumente die die Räumung und
die Rechtsstreitigtkeiten dazu betreffen, hier zum Nachlesen
bereitgestellt: Der Papierkrieg um
den Gnadenacker
Update
28. April 2005, 9:55 Uhr: Die
Suche nach einer neuen Grundstück oder einer anderen Wohnform
geht weiter. Die Ameisen sind inzwischen mobil unterwegs und heute
bei der BUGA-Eröffnung anzutreffen. Es gibt neue Bilder von
der Räumung, unser Vorstandsmitglied Xaver hat die Räumung
mit seiner Kamera dokumentiert: Fotobericht
ansehen
Update
21. April 2005, 12:13 Uhr: Die
Ameisen leben momentan immer noch unter der Brücke beim Tierheim
Riem. Tagsüber müssen sie die Brücke komplett räumen,
da der Weg eine Zufahrt zum Tierheim ist. Wir möchten uns an
dieser Stelle noch einmal ganz herzlich beim Tierheim Riem für
diese schnelle und unbürokratische Hilfe bedanken.
Neuer
Artikel: "Wie
das Sozialreferat die Bewohner noch weiter in den Ruin treiben will -
ein Interview mit den Obdachlosen vom zwangsgeräumten
Gnadenacker" Wir
haben bei den Ameisen nachgefragt, was von den "Zwangsbeglückungen"
des Sozialreferats zu halten ist. Herausgekommen ist ein Zeugnis des
bürokratischen Irrsinns der wieder einmal die Ärmsten
trifft und sie noch tiefer ins Elend treibt. Gleichzeitig ist es
ein Beleg wie wichtig eine Änderung des Migrationskonzeptes der
Stadt München wäre, um endlich alternative und
selbstbestimmte Wohnformen für Obdachlose zu ermöglichen.
Dafür sprach sich der bayerische Landtag in seiner Sitzung am
13.04.2005 ebenfalls aus. Interview
lesen
Manuela
bricht weinend zusammen als die ersten Wagen abtransportiert werden
Update
17.4.05, 18:21 Uhr: Die Ameisen werden vom Tierheim München
unterstützt! Walter
Altmann-Schönbauer (Mitglied des Vorstandes) hat sich persönlich
für die Ameisen eingesetzt und Soforthilfe eingeleitet: Die
Hunde und Katzen wurden zusammen im Tierheim untergebracht und werden
kostenlos geimpft und entwurmt (das wäre bei den meisten
nächsten Monat angestanden). Die Ameisen selber dürfen
unter der Autobahnbrücke am Tierheimgelände übernachten,
bis die Verhandlungen mit der Stadt abgeschlossen sind. Wir
möchten uns ganz herzlich bei Herrn Altmann-Schönbauer und
beim Tierheim München für diese große Hilfe bedanken!
:)
Die Stadt will den Verein spalten! Weiter
unten konnte man ja bereits lesen, dass die Stadt München Ihre
Zusagen nicht einhalten will. Daran hat sich bisher nichts geändert.
Gestern wurde zudem noch bekannt, dass die zugesagte Unterbringung in
der Obdachlosenunterkunft Leibenger Straße nur bis zum 20.4.
gewährt werden soll! Wir können das nicht anders deuten,
als dass die Stadt München danach versuchen wird, die Ameisen
auf verschiedene Heime zu verteilen und so den Verein spalten
will. Aus
diesem Grund haben sich die Ameisen entschieden, nicht in die
Obdachlosenunterkunft Leibenger Straße zu ziehen. Morgen
beginnen weitere Verhandlungen mit der Stadt.
Durch
die Zwangsräumung ist dem Verein auch die wirtschaftliche
Grundlage entzogen. Bitte spendet, wenn ihr könnt. Der Verein
ist als gemeinnützig anerkannt und Spenden können abgesetzt
werden. Alle Infos dazu hier.
Viele
Prominente unterstützen inzwischen den Verein. Pressemitteilung
dazu lesen.
Carl
Amery, (Schriftsteller)
Rolf
Boysen, (Schauspieler)
Richard
Dill, (Redakteur)
Ottfried
Físcher, (Schauspieler)
Jürgen
Fliege, (Pfarrer)
Heinrich
Klug, (Konzertmeister)
Konstantin
Wecker, (Liedermacher)
Barbara
Rütting, (MdL Autorin)
Besucher
seit dem 27.02.09:

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