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Wir
werden am 14.4.2005 zwangsgeräumt.
München, warum tust Du uns das an?
Der Termin für die Zwangsräumung wurde
nach dem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz auf den 14.4.2005 festgelegt:
"[...]für
den Fall, dass zum 01.04.2005 ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim
Verwaltungsgericht oder Verwaltungsgerichtshof anhängig ist, sichert die
Lokalbaukommission zu, die Erfüllung der Verpflichtungen erst bis zum 12.04.2005
zu verlangen und die Ersatzvornahme bzw. den unmittelbaren Zwang erst am 14.04.2005
durchzuführen.[...]" (Zitat aus dem Zwangsräumungsbescheid)
Soli-Party
am 9.4. und 10.4.05 auf dem Acker! ->
mehr Infos
Den
tatsächlichen genauen Zeitpunkt der Zwangsräumung weiss nur die Lokalbaukommission:
Landeshauptstadt München
Referat
für Stadtplanung und Bauordnung
Lokalbaukommission München-Ost
Blumenstr. 28 b
80331 München
Erklärung
des Vereins "Die Ameise e.V." zur Zwangsräumung:
Wir
werden uns selbstverständlich der Räumung nicht widersetzen. Wir werden
selbstverständlich keinerlei Gewalt gegen die Polizei oder gegen die mit
der Räumung beauftragten Firmen leisten oder dulden.
Gemeinsam wollen wir auch weiterhin friedlich alle uns zur Verfügung stehenden
Mittel nutzen, um zu einer für alle Seiten akzeptablen Lösung zu kommen.
Wer uns unterstützen möchte, wendet sich dazu bitte an Peter Kranawetvogl
unter Tel.
0173-4655050.
An die Presse: Wir werden Telefonketten organisieren um die Presse so schnell
wie möglich zu informieren wenn es zur Räumung kommt. Bitte wenden
Sie sich zur Koordination an Peter Kranawetvogl unter Tel. 0173-4655050.
Über den Gnadenacker
Der Gnadenacker ist eine Siedlung aus 25 Bauwagen die am Rand der Stadt München
seit 1996 Obdachlosen eine Möglichkeit zur Unterkunft gibt und ihnen bei
dem Schritt in ein neues Leben hilft.
Wir, die Bewohner, haben den Verein Ameise e.V. gegründet und
finanzieren
und organisieren uns aus Spenden und den Clubbeiträgen die wir an den Verein
zahlen (80E Clubbeitrag (das ist keine Miete!) und 20E Clubbeitrag an den Musikclub
"Jenny").
Einer der Grundsätze der Kolonie ist es, im Einklang mit der Umwelt
zu leben.
Auf dem Gelände stehen Dixietoiletten, die Trinkwasserversorgung erfolgt
über einen Tankwagen.
Geheizt wird mit Holzöfen und Strom gibt es aus einem kleinen Generator.
Für das
Zusammenleben gibt es feste Regeln von der Brandschutzverordnung bis
hin zu Hygienevorschriften, striktem Drogenverbot (sofortiger Platzverweis)
und eingeschränkter Alkoholkonsum.
Die Bewohner leben dort wie in einer Familie zusammen mit ihren Hunden
und Katzen.
Einige der Leute haben feste Arbeit in der angrenzenden Gemeinde (mit der sich
die Kolonie gut versteht) oder in München.
Damit soll jetzt
Schluss sein. Die Weltstadt München duldet keine Asozialen"
neben dem Vorzeigeprojekt Bundesgartenschau und hat den Bewohnern
die Räumungsklage für den 1.4.2005 zugestellt.
Die Wohnwagen sollten abgeschleppt werden und wir können Sie dann für
500E/Stück aus der KFZ-Verwahrstelle abholen.
Dabei ist der Acker Privatgelände und ordnungsgemäß gepachtet.
Aber die Nutzung widerspricht dem Baurecht, also sollen wir weg.
Am 11.03.2005 brachte uns Frau Schörry die VERFÜGUNG ZUR ZWANGSRÄUMUNG
unseres Gnadenackers. Trotz des von uns errichteten Mahnmals aus alten, abgetragenen
Stinkstiefeln unzähliger Obdachloser zeigte die Lokalbaukommission kein
Herz und kündigte uns unsere Zukunft.
Bitte helft uns
und informiert alle die ihr kennt darüber! Und bitte trag euch ins Gästebuch
ein! Danke!
Informationen:
Die Lokalbaukommission
überbringt die schlechte Nachricht
Bilder
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Aktuelle Zeitungsberichte zur Zwangsräumung
ansehen
Die Verfügung der Stadt München zum Download
ansehen
oder
downloaden
(2,6 MB PDF)
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