Untitled Document Unser Gnadenacker

Der Gnadenacker ist eine Siedlung aus 25 Bauwagen die am Rand der Stadt München seit 1996 Obdachlosen eine Möglichkeit zur Unterkunft gibt und ihnen bei dem Schritt in ein neues Leben hilft.
Wir, die Bewohner, haben den Verein „Ameise e.V.“ gegründet und finanzieren und organisieren uns aus Spenden und den Clubbeiträgen die wir an den Verein zahlen (80E Clubbeitrag (das ist keine Miete!) und 20E Clubbeitrag an den Musikclub "Jenny").
Einer der Grundsätze der Kolonie ist es, im Einklang mit der Umwelt zu leben.
Auf dem Gelände stehen Dixietoiletten, die Trinkwasserversorgung erfolgt über einen Tankwagen.
Geheizt wird mit Holzöfen und Strom gibt es aus einem kleinen Generator.

Für das Zusammenleben gibt es feste Regeln – von der Brandschutzverordnung bis hin zu Hygienevorschriften, striktem Drogenverbot (sofortiger Platzverweis) und eingeschränkter Alkoholkonsum.
Die Bewohner leben dort wie in einer Familie – zusammen mit ihren Hunden und Katzen.
Einige der Leute haben feste Arbeit in der angrenzenden Gemeinde (mit der sich die Kolonie gut versteht) oder in München.

Clubsatzung des Gnadenackers

Die Bewohner stellen sich vor
Projekte auf dem Gnadenacker
Fotos vom Gnadenacker
Zwangsräumung

Damit soll jetzt Schluss sein. Die Weltstadt München duldet keine „Asozialen" neben dem Vorzeigeprojekt „Bundesgartenschau“ und hat den Bewohnern die Räumungsklage für den 1.4.2005 zugestellt.
Die Wohnwagen sollten abgeschleppt werden und wir können Sie dann für 500E/Stück aus der KFZ-Verwahrstelle abholen.
Dabei ist der Acker Privatgelände und ordnungsgemäß gepachtet. Aber die Nutzung widerspricht dem Baurecht, also sollen wir weg.


Wir haben an Karfreitag 2005 ein Kreuz auf dem Acker errichtet. Es steht am zentralen Platz und soll uns schützen und uns Kraft geben.

Auf dem Acker leben Menschen verschiedenster Herkunft und verschiedenster Konfession. Dieses Kreuz wird bleiben. Gerne würden wir es segnen lassen - wer kennt einen Priester der dies für uns tun würde?


(klicken zum vergrößern)

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?"
(Mt. 7,3
)