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"Die Menschen vom Gnadenacker"


(Text/Fotos: Sebastian Unterreitmeier; Presseversion auf Anfrage)

Viktoria und ihr Hund QuandaAls ich das im Fernsehen das erste Mal von der Räumung hörte, dachte ich an einen schlechten Scherz.
Ich fuhr dann mit meiner Freundin zum Gelände raus und bot dem Verein meine Hilfe an.
Neben den juristischen Schritten die parallel weiterlaufen, hat der Verein eine Internetseite ins Netz gestellt und ich habe am Wochenende Portraits der einzelnen Bewohner gemacht und sie zu ihrem Leben befragt. Davon handelt diese Seite.

 

 

 

 




Xaver

XaverBei meinem ersten Besuch auf dem Acker brachte mich der Vorsitzende Peter Kranawetvogel zum Wohnwagen von Xaver und murmelte irgendwas von Problemen mit dem Internet. Als wir in den Bauwagen stiegen und ich erwähnte, dass ich da vielleicht helfen könnte, meinte Peter „Ok, schnell die Tür zu!“. Ich überlegte und meinte „Ah, damit die Wärme nicht rausgeht?“ und er „Nein. Damit Du nicht rausgehst.“ und lachte.
Die Probleme waren zum Glück fix behoben und ich sprach mit Xaver über sein Leben auf dem Acker und über das Leben davor.
Gemütlich hat er es sich im Bauwagen gemacht: Ein Bett, Ofenherd, ein alter Schreibtisch mit ein paar Stühlen und ein wackliger Schrank für seine Habseligkeiten.
Oben auf einem Regal liegen zwischen vielen Ordnern des Vereins 2 seiner 3 Katzen zusammengekuschelt in einem Körbchen.
Ich bin mit Tieren aufgewachsen und wieder einmal fällt mir auf, wie tiptop gepflegt und versorgt die 3 sind. Das Gleiche war mir schon bei den Hunden auf dem Gelände aufgefallen - hier würde jeder eher an seinem Essen sparen als seine Tiere hungern zu lassen.

S: Hm, vielleicht stellst Du Dich erstmal kurz vor?
„Hallo, ich heisse Xaver, bin 58 Jahre alt und Ich wohne seit Mai 2003 auf dem Gnadenacker.
Ich bin seit 25 Jahren in München, verheiratet und habe einen Sohn.“

S: Wie bist Du zum Acker gekommen?
"Meine Familie und ich sind vor einigen Jahren nach Österreich gegangen und dort haben wir uns mit einer Frühstückspension selbständig gemacht. Das war leider eine zu große Belastung für unsere Ehe und ich habe mich getrennt um meine Familie nicht noch mehr zu belasten. Ich bin dann zurück nach München, aber mit 55 hab ich hier keine Arbeit mehr bekommen. Tja, dann gings unter die Brücke: 5 Monate hab ich auf der Straße gelebt und unter den Isarbrücken und in den Kaufhauseingängen am Stachus „Platte gemacht“.
Ein Bekannter in der Teestube [Anm.: soziale Einrichtung wo es Essen, Tee, Waschmöglichkeiten gibt] hat mir dann vom Acker erzählt und dann bin ich her und hab mit „Jesus“ [Anm.: Vorsitzender des Vereins] geredet und dann konnt ich am nächsten Tag in den einzigen freien Wagen einziehen."

S: Was bedeutet Dir der Gnadenacker?
"Endlich werde ich mal wieder gebraucht. Ich darf hier mitmachen, bin im Vorstand vom Verein und hab immer was zu tun. Es gibt einem einfach wieder einen Sinn, wenn man sich engagieren kann.
Ich hab gelernt, mit wie wenig man leben kann und wie wenig man braucht um glücklich zu sein."

S: Aber einen Computer hast Du trotzdem! :)
"Ja schon. Wir haben überlegt was wir mit dem wenigen Geld von Verein machen und eigentlich bräuchten wir einen neuen Generator und vielleicht weitere Bauwagen, aber dann haben wir abgestimmt und einen Computer gekauft und so eine Funkkarte und jetzt mach ich hier die Emails und das Internet und wir versuchen so unsere Lage bekannt zu machen und die Leute zu informieren. Gestern hab ich meine erste Email geschrieben.
Achja, seitdem der Computer da ist, hauts immer mal wieder die Sicherung am Aggregat raus und die anderen sind sauer. (lacht)"

S: Was wünschst Du Dir – wie soll es weitergehen?
"Ich wünsche mir, dass sich die Menschen da draußen vorstellen können, dass man hier so leben kann und will und, dass das Leben so für uns besser ist, als in einem städtischen Wohnheim. Man muss sich das doch mal überlegen – ich kann doch nicht mit 58 wieder mit einem wildfremden in ein 2-Bett-Zimmer ziehen? Und wo sollen dann meine 3 Katzen hin?"

Ich schaue mich im Zimmer um und frage mich was wohl mit seinen ganzen Sachen passieren wird, wenn die Stadt den Gnadenacker räumen lässt.



Rudi

Als ich mit Blacky (der Rottweiler der den Bewohnern des Ackers bei der Brandstiftung (nachweislich!) im Januar das Leben rettete) spielte, traf ich auf Rudi. Ich stellte mich vor und wir sprachen ein bisschen über dies und das und was ich hier mache und so. Als ich ihn auf den mir vertrauten Dialekt in seiner Stimme ansprach und es sich herausstellte, dass wir beide ursprünglich aus Thüringen stammen, war das Eis schnell gebrochen. Trotz seines eher rauen Äußeren erkenne ich den verschmitzten Kern und das schelmische Lächeln – auch wenn hier grad niemandem zum Lächeln zumute ist.
Ich bat ihn, mir ein paar Fragen zu beantworten und wir setzten uns in die kleine Grillhütte zwischen den Wagen.

S: Rudi, erzähl doch mal ein bisschen über Dich.
"Naja, ich bin 60 Jahre und der Älteste hier. Ich bin nach München gekommen um hier zu arbeiten, aber hab dann meine Arbeit verloren. Später hatte ich einen Unfall und mein Knie ist hin. Seitdem bin ich schwerbehindert. Als mein Mietvertrag ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde, lebte ich auf der Straße und kam später über den zweiten Vorstand vom Verein auf den Acker.
Im Mai 2004 war das. Arbeit krieg ich keine mehr, jetzt muss ich halt von Hartz4 leben."

S: Wie kommst Du denn mit Deiner Behinderung hier zurecht?
"Naja, ich sag mal, ich bin halt hier behindertengerecht untergebracht. Also klingt vielleicht blöd, aber im Wohnheim, da sollte ich in den zweiten Stock und dann die Toilette im Erdgeschoss. Das macht mein Knie nicht mehr mit. Hier die 3 Stufen in den Wohnwagen gehen, das ist kein Problem."

S: Fühlst Du Dich wohl hier?
"Ja klar! Ich hab damals dringende Hilfe durch die Leute vom Acker bekommen. Und hier hab ich was zu tun und eine Aufgabe. Da gibt’s immer was.
Und ich kann mich hier einrichten wie ich will, da schreibt mir keiner was vor. Da kann ich in ruhe Musik hören oder was lesen oder fernschauen. Was halt jeder normale Mensch zuhause auch so macht.
Aber aufräumen muss ich natürlich auch – da guckt der Peter immer ganz genau, dass da jeder Ordnung hält. Ohne geht’s nicht."

S: Wie soll es denn weitergehen bei Dir?
"Hm, ich bin zufrieden so wie es jetzt ist. Also wir wollen halt alle hierbleiben, bis sich vielleicht was besseres findet! Jetzt wieder zurück ins Wohnheim – das ist doch wie in der Kaserne. Da hat man doch gar keine Freiheiten und um 10 geht das Licht aus und jeder hängt an der Pulle...."



Dieter

Neben uns höre ich einen Aufschrei und sehe Dieter, der sich lachend seinen Fuß reibt, auf den Blacky den Stein, mit dem er die ganze Zeit spielte, fallen gelassen hat.
Ein, zwei Wohnwagentüren gehen auf und Dieter darf sich schadenfrohe Kommentare anhören.
Ich laufe mit ihm ein paar Meter zu seinem Wagen und er zeigt mir seine Hündin die zusammen mit seiner Katze im Wagen sitzt, weil sie beim Spaziergang neben dem Buga-Gelände in eine Glasscherbe getreten ist und ihre verbundene Pfote jetzt erst einmal schonen soll.
Er setzt sich auf die Treppe und ich mache zwei Bilder.

S: Dieter, magst Du Dich kurz vorstellen?
"Ja, also ich bin der Dieter und ich bin seit 2000 hier. 1999 hatte ich eine Zwangsräumung und dann hab ich bei der Paul-Heyse-Unterführung im Biwak gepennt und dann bei ner alten Tankstelle. Naja und dann kam ich durch meinen Kumpel Helmut auf den Gnadenacker. Zuerst war ich im großen Zirkuswagen und dann später hab ich einen eigenen Bauwagen bekommen und da wohn ich jetzt mit meiner Hündin und meiner Katze."

S: Und vertragen die sich denn gut?
"Da gibt's eigentlich nie Probleme, hier verträgt sich jeder mit jedem. Die Tiere und die Menschen."

S: Beschreib doch mal bitte wie das so ist auf dem Acker zu leben, damit sich die Leute das vorstellen können.
"Das ist einfach meine Heimat hier. Ich kann kommen und gehen wann ich will. Ich hab ein Dach überm Kopf für mich und meine beiden Viecherl. Und meine Freunde sind hier.
So einfach ist das eigentlich."

S: Wie soll es denn jetzt weitergehen?
"Der Acker soll bleiben! Der Acker ist Freiheit. Ich mag die Gemütlichkeit hier, das Grillen im Sommer. Mein Lebensgefühl wäre weg ohne den Acker..."

Ich stutze beim Wort "Lebensgefühl" und begreife, dass ich das seit langer Zeit mal wieder aus vollem Herzen gehört habe und nicht als Teil eines platten Werbeslogans.
Wir verabschieden uns und ich laufe zurück zum Auto - die Abzüge sollen so schnell wie möglich fertig werden.
Später an diesem Abend bringt mich Dieter dann doch noch mal zum Lachen: Auf einem (eigentlich sehr schönen) Bild streichelt er Quanda und schaut dabei so angestrengt, dass es sehr nach Arbeit aussieht. :)


Edzard
"Jesus" bringt mich zum Rathaus, das gleichzeitig Versammlungsort und seine Wohnung auf dem Acker ist.
Wir sitzen zusammen und reden, als Edzard die quietschende Tür öffnet.
Jesus ruft im gespielten Kommandoton: „Edzard, reinkommen! Interview!“, Edzard steht stramm, ruft „Jawoll Chef!“ und alle lachen. Wir trinken Kaffee und im Gespräch fällt mir, neben seinen listig lachenden Augen, sein norddeutscher Akzent als Erstes auf.

S: Edzard, wo kommst Du her und was hat Dich nach München verschlagen?
"Ich komme ursprünglich aus Hamburg, zog dann aber mit meiner Frau und meinem Stiefsohn nach Berlin. Dort hatte ich dann eine Musikkneipe.
Leider ging die pleite und wir zogen zurück nach Hamburg. Meine Frau hat sich von mir getrennt und meinen Stiefsohn mitgenommen.
Auf der Suche nach Arbeit bin ich dann nach München, ich hatte ja Koch gelernt, und hoffte, hier was zu finden. Aber das klappte nicht."


S: Der Grund ist da ja leider bei einigen hier der Gleiche...
"Das Alter, genau. Mit 52 gibt es da nichts mehr. Mir ist dann das Geld ausgegangen und ich musste in eine Obdachlosenunterkunft ziehen. Nach 4 Monaten dort drin konnte ich nicht mehr und hab mir mit einem Kumpel 2 Zelte gekauft und dann sind wir runter an die Isar und haben den Sommer über dort gewohnt.
Anfang Herbst 2003 sind wir dann wieder zurück in die Obdachlosenunterkunft - wegen dem Wetter. Einen halben Monat hab ich dann noch auf der Straße gelebt und kam dann durch meinen Kumpel Siggi auf dem Acker. Das war am 12.11.2003."


S: Wie war das so für Dich, als Du auf den Acker kamst?
"Ich hab „Jesus“ getroffen und er hat mir alles gezeigt und ich hab vorsichtig gefragt, wann ich denn eventuell einziehen könnte und er meinte „Zieh sofort ein.“.
Da bin ich dann in den Marienkäfer-Wohnwagen gezogen. Das war einfach schnelle Hilfe als es am nötigsten war."


S: Fühlst Du Dich wohl auf dem Acker?

"Weißt Du, der Acker, das ist nicht mein Zuhause. Der Acker ist meine Heimat.
Diese „Schreibtischtäter“ sollen das begreifen, dass wir ganz normale Bürger sind! Wir sind keine Kommune und wir sind auch keine Aussteiger! Wir sind genauso ganz normale Spiesser und schwimmen im Bürgertum mit. Nur eben auf unsere Weise
."

Er grinst bei dem Gedanken und wieder blitzen und lachen seine Augen durch den Raum.



"Jesus"
Peter und ich sitzen im kleinen offenen Grillhäuschen. Es ist Abend, ein paar Bewohner trudeln von der Arbeit ein und einige räumen noch das Brennholz das Udo gesägt hat in die Wagen. Im Hintergrund höre ich das asthmatische Keuchen des Dieselaggregats, dass sich heute richtig Mühe geben muss, um die Kolonie mit Strom zu versorgen. Wir reden und ich habe den Eindruck, dass er das erste Mal an diesem Tag ein klein wenig zur Ruhe kommt.

S: Du hast hier als 1. Vorstand des Vereins ja eigentlich einen harten Managerjob. Wo kommst Du her und was hast Du eigentlich gelernt?
"Ich komme ursprünglich aus Berchtesgaden und hab dort Koch gelernt. Das Hotel meiner Eltern hab ich dort 3 Jahre geführt. Ich war verheiratet und habe aus dieser Ehe auch einen Sohn: Bastian.
Nach der Trennung meiner Frau hatte ich 2 Nervenzusammenbrüche, das war 93. Das war dann auch das Aus als Koch."


S: Du hast gekündigt?
"Ja, ich bin zu meinem Chef hab gekündigt und er hat mich gefragt was ich jetzt machen werde und ich hab gesagt "Das weiss ich nicht, ich gehe auf die Straße."
Das war der Abschluss vom normalen Leben - ich hab alle meine Sache ins Auto gepackt, das auf einem Parkplatz abgestellt und meine Frau hat das dann später mitgenommen.
Dann habe ich mich auf eine Bank gesetzt und mein Leben Gott übergeben."


S: Das ist dann vermutlich jetzt der ideale Zeitpunkt um kurz zu erklären warum Du "Jesus" (engl.) gerufen wirst
(lacht)" Ja, ich hab mich viel mit der Bibel beschäftigt und tue das immer noch. Daher haben mir die Straßenpunks, mit denen ich später zusammenlebte, diesen Spitznamen gegeben."

S: Ok, dann lass uns wieder an die Geschichte anknüpfen: Du hast ab diesem Zeitpunkt auf der Straße gelebt...
"Genau, aber die Geschichte beginnt schon früher.
Mein Bruder und ich haben schon sehr früh versucht Menschen zu helfen die drogensüchtig waren und haben mit dieser Arbeit unter anderem geholfen einen lokalen Drogenring auffliegen zu lassen.
Mein Bruder ist gestorben als er 20 war. Als ich auf der Straße lebte, habe ich mich an diese gemeinsamen Erlebnisse erinnert und beschlossen: Das will ich wieder tun. Ich habe damals in einer Wohnung mit 20 Drogensüchtigen gewohnt und versucht denen zu helfen.
In dieser Zeit ist mir klar geworden: Die meisten Leute nehmen nur Drogen zum abhängen und aus Langeweile.
1994 haben wir dann einen Technoclub gegründet mit dem Motto "Techno ist nicht gleich Drogen". In kürzester Zeit hatten wir 100 Mitglieder.
Mit ein paar von diesen Leuten habe ich dann 1996 den Verein "Die Ameise e.V." gegründet.
1997 habe ich die ganzen Projekte dann übergeben und eine Städtetour gemacht: Bonn, Ulm, Stuttgart, Hamburg - eigentlich alle größeren Städte ausser Berlin.
Werner rief mich dann an und meinte ich solle doch nach München kommen, also bin ich im Herbst 98 nach München."

S: Du und Werner, habt ihr zusammen gewohnt?
"Ja, wir wohnten in der Wohnung eines Bekannten. Der hatte es uns auch erlaubt, obdachlose Jugendliche von der Straße unterzubringen und wir hatten in Winter 98/99 über 300 Übernachtungen.
Im Februar 98 bin ich aus diesem Projekt aber ausgestiegen, der Sohn des Bekannten hatte angefangen Drogen zu nehmen und ich wollte diese Verantwortung nicht auf mich nehmen."

S: Konntest Du in eine Wohnung ziehen oder bist Du zurück auf die Straße?
"Ich bin zusammen mit Punks unter die Großhesseloher Brücke in Grünwald gezogen.
Von den Punks habe ich auch das Überleben auf der Straße und das Betteln gelernt. Das Sozialamt hat mich deswegen wegen Sozialbetrugs angezeigt, aber ich konnte nachweisen, dass ich das ganze erbettelte Geld jeden Tag auf das Vereinskonto eingezahlt hatte.
Auf der Straße traf ich dann später eine Punkerin die auf den Acker gezogen war und mir erlaubte auf ihren Wohnwagen aufzupassen, während sie auf einem Pferdehof arbeitete.
So entstand der Club Gnadenacker."

Über uns flackert für einen Moment die Lichterkette unterm Dach des Häuschens und der Generator zieht hörbar an. Sofort schnellt ein prüfender Blick von Jesus nach oben, der dann aber einem Lächeln weicht: "Ah, der Xaver kopiert wieder...".
Die Anspannung fällt wieder etwas von ihm ab, aber trotzdem ruht glimmend in seinen Augen der wachsame Blick den seine Position ihm abfordert.

S: Der ganze Stress den ihr im Moment habt belastet Dich sicher mit am stärksten, wie stehst Du das durch?
"
Ja, ich hab viel am Hals derzeit - die Ackerräumung, die Sorge um die Leute hier, die Scheidung von meiner zweiten Frau. Ich hab seit 2 Jahren eigentlich nicht mehr richtig geschlafen. Nachts leg ich mich angezogen ins Bett, damit ich sofort raus kann, wenn einer der Bewohner ein Problem hat und die Nachtglocke läutet.
Viele der Eigenschaften die ich hier brauche habe ich früher beim Bergsteigen gelernt:
Zielorientiert denken, Witterung überwinden und ähnliches."


S: Du bist ja mit der Arbeit für den Verein voll ausgelastet - was bleibt Dir da noch?
"Hm, ich lebe derzeit nur für den Verein und für meine Tochter Viktoria. Zum Leben selber habe ich 20 Euro im Monat, den Rest zahle ich freiwillig an meine 3 Kinder Bastian, Rebecca und Viktoria. Rebecca und Bastian sehe ich derzeit leider nicht mehr.
Freie Zeit habe ich eigentlich keine."


S: Wenn Du in die Zukunft schaust - was wünschst Du Dir für Dich?
"Ich würde gerne eine Frau fürs Leben finden, die mich und meine Arbeit unterstützt. Die Menschen vom Acker sind meine Familie. Das darf nicht zerissen werden. Ich würde dadurch auch den Kontakt zu Viktoria verlieren, da dann keine Besuchsmöglichkeit mehr bestünde. Das ist neben der Angst um den Acker meine größte Sorge im Moment.



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